• Zahnarztbesuch in der Coronakrise möglich

Corona-Pandemie.

Während in China bereits die ersten abgeriegelten Städte ihre Schutzmaßnahmen lockern, häufen sich in anderen Ländern die Todesfälle. In Deutschland liegt das öffentliche Leben nahezu lahm. Wir erweitern unseren Wortschatz um Corona-Krise, Social-Distancing, Lockdown und #flattenthecurve. Selbst COVID-19 können mittlerweile die Kleinsten buchstabieren.

Niemand von uns hätte gedacht, dass es so schnell zu Quarantänemaßnahmen bis hin zu Ausgangssperren kommt.

Die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Virus muss zunächst eingebremst werden, damit das Gesundheitssystem nicht von einer hohen Zahl gleichzeitig schwer erkrankter Menschen überfordert wird.

Vergessen wir jedoch auch nicht, dass es wichtig ist, die Infektion letztlich durch die gesamte Bevölkerung hindurch laufen zu lassen, damit wir eine Grundimmunität gegen dieses Virus entwickeln können – jedenfalls solange keine Impfstoffe oder Medikamente gegen das Virus auf dem Markt sind.

Ein gänzliches Abschotten gegen das Virus ist daher weder sinnvoll, noch möglich. Ca. 80% der Menschen werden durch das Virus nur milde bis moderate Erkrankungszeichen haben.

Bei ca. 14% werden stärkere Symptome mit Atemnot, aber keine lebensbedrohlichen Auswirkungen, erwartet. Schwere Auswirkungen werden bei etwa 3-6% der Erkrankten erwartet – um diese Gruppe geht es nun bei der „Verlangsamung“ der Ausbreitung.

Was bedeutet die Corona-Krise für die Zahnarztpraxis Hager?

Ärzte, aber auch alle anderen medizinischen Therapeuten dürfen und sollen weiter behandeln. Dies gilt auch für Zahnärzte, denn sie haben ebenfalls einen sogenannten Sicherstellungsauftrag – müssen also dafür sorgen, dass die Bevölkerung zahnmedizinisch versorgt wird.

Was dieser Sicherstellungsauftrag in Corona-Zeiten bedeutet – darüber gehen die Meinungen deutlich auseinander. Weder von Seiten der Regierung, noch vom Robert Koch-Institut gibt es jedoch Einschränkungen in der zahnärztlichen Behandlung.

Laut RKI besteht auch kein besonderes Infektionsrisiko beim Zahnarzt, wenn alle Schutzvorkehrungen eingehalten werden. Auch befinden wir uns in Burbach in KEINEM Risikogebiet.

Und deshalb steht für uns außer Frage, dass wir die Zahnarztpraxis auch weiterhin geöffnet halten. Wir stehen zu unserer Verantwortung unseren Patienten gegenüber und sind in vollem Umfang für Sie da!

Umgang Arzt und Patient in Zeiten von COVID-19

Im Privatbereich halten wir uns, wie wohl die meisten Menschen in Deutschland, an das „social distancing“ zur Abflachung der Infektionskurve.

Im täglichen Praxisgeschehen ist das nicht möglich. Und wenn Menschen aufeinander treffen, liegt es in der Verantwortung aller Beteiligten, für ein möglichst geringes gesundheitliches Risiko zu sorgen.

Deshalb verzichten wir zurzeit auf das gewohnte Händeschütteln zur Begrüßung und beim Abschied. Auch tragen wir alle unseren Mundschutz, und zwar während des gesamten Patientenkontaktes. Dieses, auch für uns ungewohnte, Bild wird uns sicher noch eine Weile begleiten.

Darüber hinaus tragen wir Schutzbrillen, Handschuhe und teilweise auch einen Gesichtsschutz bzw. Schutzanzüge. Wir sorgen dafür, dass alle Oberflächen, die in der Umgebung der Behandlung liegen, nach jedem Patienten gründlich desinfiziert werden. Das Behandlungszimmer wird anschließend gut gelüftet, um die Raumluft auszutauschen.

Wir tun das, um das Risiko einer Ansteckung unserer Mitarbeiter und unserer Patienten zu minimieren.

Die gründliche Desinfektion aller Oberflächen und Instrumente nach jeder Behandlung erfolgt natürlich genau so auch in coronafreien Zeiten, hier wollen wir nur noch einmal explizit darauf aufmerksam machen.

Wir haben ein sehr effizientes Zeitmanagement, Sie wissen das. Deshalb sitzen bei uns im Wartezimmer immer nur wenige Personen gleichzeitig. Somit kann der Abstand von zwei Metern problemlos eingehalten werden. Auch die Türgriffe in der Praxis werden täglich mehrmals von uns desinfiziert.

Wie soll sich der Patient während der Coronakrise verhalten?

Das Allerwichtigste für einen Besuch in der Zahnarztpraxis ist, dass Sie keine Krankheitssymptome wie Husten, Niesen, Halsschmerzen, Halskratzen oder Fieber haben.

Auch dürfen Sie keinen Kontakt zu Corona-positiv getesteten Menschen gehabt haben. Ebenso dürfen Sie kürzlich nicht selbst in einem der aktuellen Corona-Krisengebiete gewesen sein oder Kontakt mit Personen gehabt haben, die sich dort kürzlich aufgehalten haben.

Die aktuellen Krisengebiete in und außerhalb Deutschlands erfahren Sie hier.

Patienten, die zu einer der oben genannten Gruppen gehören, können wir derzeit nicht behandeln. Sollte das auf Sie zutreffen und benötigen Sie Hilfe wegen Schmerzen oder anderer akuter Probleme, dann wenden Sie sich bitte an das für Ihren Wohnort zuständige Gesundheitsamt oder informieren Sie sich unter der Telefonnummer 116 117.

Patienten, die zu den bekannten Risikogruppen gehören, wie alte und vorerkrankte Menschen, sollten uns nur aufsuchen, wenn akute Probleme im Sinne von Schmerzen und Schwellungen auftreten. Diese Maßnahme dient allein dem Schutz der betroffenen Personen. Aufschiebbare Behandlungen sollten bei dieser Gruppe auch wirklich aufgeschoben werden.

Bitte benutzen Sie beim Eintreffen das in unserer Praxis zur Verfügung stehende Hände-Desinfektionsmittel an der Anmeldung.

Wenn Sie in Begleitung kommen müssen, zum Beispiel, weil Sie gehbehindert sind, lassen Sie sich bitte von so wenigen Menschen wie möglich begleiten. Auch Kinder sollen bitte nur von einem Elternteil begleitet werden.

Bitte bedecken Sie – außer natürlich während der Behandlung – Ihre Nase und Ihren Mund mit einem Mundschutz, hilfsweise auch gerne einem Halstuch oder Schal. Bitten Sie auch Ihre Begleitung, das zu tun. Dadurch werden deutlich weniger Tröpfchen beim Sprechen in die Umgebung verteilt.

Keine Panik mit dem COVID-19 Virus

Liebe Patientin, lieber Patient, uns ist es ein Anliegen, gemeinsam mit Ihnen gut und gesund durch diese ungewöhnliche Zeit zu kommen.

Deshalb bitten wir Sie ausdrücklich, im Alltag folgende allgemeine Verhaltensregeln zu beachten:

  • Halten Sie Abstand von Menschen, die nicht mit Ihnen in einer häuslichen Gemeinschaft leben.
  • Wenn Sie Kontakt haben müssen, achten Sie auf den Mindestabstand von 1,5 Metern, soweit das möglich ist.
  • Vermeiden Sie Händeschütteln oder Umarmungen zur Begrüßung oder zum Abschied. Seien Sie stattdessen kreativ bei neuen Ritualen.
  • Waschen Sie Ihre Hände mehrmals täglich gründlich für ca. 20 Sekunden mit Seife. Die Tenside und die herabgesetzte Oberflächenspannung des Wassers führen zu einer Zerstörung der Viren auf der Haut. Eine ständige Händedesinfektion ist daher gar nicht erforderlich.
  • Niesen oder husten Sie in Ihre Armbeuge, nicht in die Hand. Wenn Sie ein Taschentuch benutzen, werfen Sie es anschließend in den Müll.
  • Halten Sie Ihre Hände vom Gesicht fern: Auge, Nase, Mund.
  • Tragen Sie beim Einkaufen, in Bus und Bahn, beim Arztbesuch und immer, wenn Sie sich in die Umgebung anderer Menschen begeben, einen Mundschutz – sie schützen damit andere Menschen wirkungsvoll
  • Gehen Sie an die frische Luft, das stärkt Ihre Immunabwehrkräfte. Allerdings alleine oder maximal zu zweit, oder am besten nur mit Menschen aus Ihrem häuslichen Umfeld.
  • Bleiben Sie vor allem entspannt und in einer guten emotionalen Grundstimmung. Diese Krise ist tiefeinschneidend, aber sie ist überwindbar. Gemeinsam.

Wir wünschen Ihnen und uns eine gute Gesundheit.